Magic Monday: schniefen, schnaufen, und öh… schnödes Schäumen!

Aha, da ist er also, der erste offizielle Tag der Sommerferien. Einziges Problem dabei: Er fühlt sich nicht wie Sommer an! Geweckt werde ich wie immer vom Kleinsten, diesmal um irgendwas mit 7 Uhr. Wow, wir arbeiten uns voran, vor drei Tagen stand da noch eine 5 am Anfang. Er krabbelt also unter meine Decke. Würde draußen nicht ein richtiges Unwetter toben, läge er wahrscheinlich noch im eigenen Bett. Ja, richtig, es donnert und schüttet, und es kalt bei uns. Donner und Regen ziehen weiter, und die Kälte – man mag es kaum glauben – lässt sich durch Fensterschließen (!) abstellen. Ich bin ein Genie.

Ferien-Schnupfen

Nach dieser Feststellung könnte ich eigentlich wie ein Superheld in die neue Woche starten. Doch ehe ich mich versehe, tappst der Mittlere heran. Der klingt heute morgen genau so verschnupft wie sein kleiner Bruder seit gestern. Ich rechne schon mal im Kopf durch, wann ich also den Schnupfen bekomme. Pro 3 Jahre Altersabstand genau einen Tag später macht bei mir… Nix da, ich gebe doch jetzt keinen Hinweis auf mein Alter und verrate, dass es mich rechnerisch 12 Tage später treffen würde! … Mist, jetzt habe ich es doch gemacht.

Als messerscharfer Beobachter häuslicher Alltags-Situationen (hoppla, plötzlicher Hustenanfall!) merke ich natürlich sofort, dass sich neben dem typischen Papa-wir-haben-endlich-Ferien-und-werden-dann-mal-schön-krank noch etwas ganz anderes anbahnt: Ferien-Routine! Oder auch: Ferien-Rituale. In Köln würde man sogar sagen: Ferien-„Tradition“, denn es findet seit Samstag bereits zum 2. Mal statt: Kleinster und Mittlerer verwüsten zu zweit das Bett und bauen eine Höhle. Unfassbar!

In den Tiefen der Höhle meiner drei Jungs

Der Große kommt übrigens irgendwann dazu und legt sich quasi ins gemachte Nest, soll heißen: Er nimmt einem seiner Brüder die Kissen-Höhle weg und legt sich hinein. Führt umgehend zu Kreischen und gegenseitigem Anschreien. Das wiederum verstärkt die Schnuppi-Nasigkeit der beiden Schniefkinder enorm. Also muss ich als Papa tun, was ein Papa jetzt tun muss: HANDELN, und zwar schnell! Und mir fiel nichts besseres ein als…

Die Frage aller Fragen

„Wer will einen Babycino?“ Stille. Irritierte Blicke bei den Kindern – und banges Warten beim Papa. Wann ruft der erste „Iiiich“? Das kann doch unmöglich verpuffen. Endlich, der Mittlere sieht die Chance seines Lebens gekommen und rennt in die Küche. What a relief! Und nicht nur das: Den Babycino gibt es seit Samstag nun schon zum dritten Mal in Folge. Zum dritten Mal! Ich Frage mich: Was kommt eigentlich nach „Tradition“? Hhm, ich würde mal sagen „Urgestein“.

Endlich Babycino, schon der dritte in drei Tagen. So was von ‚urgesteinig‘!

Nachdem mir der Milchaufschäumer nach 3 Runden fast durchgebrannt wäre, bin ich erschöpft, aber glücklich. Nicht nur, dass mein Babycino offenbar sooo lecker ist. Nein, ich fühle mich, als ob ich Weltgeschichte geschrieben hätte. Denn in unserer faszinierenden 4-Jungs-Welt (ich zähle mich einfach mal dazu) habe ich durch eine pädagogisch wertlose, aber hier sicher total hilfreiche Kinder-Befriedungs-Aktion die erste „Ferien-Urgesteinigkeit“ der Welt geschaffen. Ba-by-ci-no, in den Ferien jeden Tag und bis zum Umfallen. Da können Routinen und Rituale sowas von einpacken!

Und? Habt ihr an Eurem (erster Ferien-)Montag auch schon ‚Urgesteiniges‘ geschaffen?

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