Ganz entspannt gestresst: Das WiB vom 25./26. Juli

Eltern-Blog

War nicht viel los mit mir in der letzten Woche. Zumindest nicht hier im Blog. Der Donnerstag und Freitag standen ganz im Zeichen des Packens und der Rückreise aus dem Urlaub in Zoutelande. Montags bis Mittwochs waren wir abwechselnd am Strand oder auf Radtour. An allen fünf Tagen aber immer dabei: Der bange Blick auf die Corona-Entwicklungen in den Niederlanden und bei uns. Denn es war mittlerweile recht voll geworden an der Küste Zeelands. Und die Fallzahlen steigen. Das wurde mehr und mehr zum Stressfaktor. Auf der anderen Seite zeichnet sich langsam wieder die Perspektive auf neue Aufträge im Job ab. Noch ist nichts passiert, aber es laufen gute Gespräche. Das sorgt im Kopf für etwas Entspannung. Und jetzt also das Wochenende, puh… Alle Wochenenden in Bildern wie immer bei Grossekoepfe.

Samstag, 25. Juli

Ich werde irgendwann früh morgens von einem kleinen Herrn geweckt, der unter meine Decke krabbelt. So weit, so gut. Um kurz vor acht dann der entnervte Satz des Kleinsten „Boah, ich gehe wieder in mein Zimmer schlafen“. Hhm, okaaayyy… Habe ich geschnarcht? Ihn zu doll geknuddelt? Keine Ahnung, er tappst jedenfalls zurück in sein Bett und schläft dort noch eineinhalb Stunden weiter.

Um das Holland-Urlaubsfeeling beizubehalten gibt es zum Frühstück die guten Supermarkt-Pannekoeken aus der Mikrowelle mit lecker Hagelslag.

So schmeckt der Sommer! Aus der Mikrowelle riecht es herrlich nach Pannekoeken
Bevor es Pannekoeken gibt, besteht der Superpädagoge in mir natürlich darauf, dass die Jungs Cerealien zu sich nehmen. Hä, was, Kakao-Bohnen sind keine Cerealien…?

Mit einem ausgewogenen Frühstück gestärkt nehme ich den Mittleren mit nach Köln ins Büro. Dort müssen nach zwei Wochen dringend Post und Pakete abgeholt werden.

Ich liebe Fahrten mit dem Mittleren, denn er liebt solche „Spezial“-Fahrten – und es ist Quality-Time für uns beide. Im Büro entdeckt er meine ganzen Badges von Messen, Festivals und anderen Branchen-Veranstaltungen. Ich erkläre ihm, dass wegen Corona so schnell keine mehr dazukommen werden. Eine ganz besondere Akkreditierung entdecken wir dann doch noch.

Im Februar hätte der Kleinste auch auf Berlinale-Veranstaltungen gedurft. Ich erinnere mich noch an seine große Sorge, ob er dann auch dort „arbeiten“ muss. Das war sooo süß!
Bei der Rückfahrt vom Büro. Trüber Himmel am Samstag über dem Kölner Westen

Wieder vor der Haustür, hat sich der Mittlere etwas ausgedacht. Er will mit den Büro-Päckchen Paket-Bote spielen. Eigentlich hassen wir den Sound unserer Klingel, doch jetzt darf der Mittlere das Knöpfchen mal drücken.

Paket-Bote – der Traum eines jeden Jungen. Nur das Paketboten-Auto durfte er nich fahren, wie doof!

Die Warensendungen waren übrigens für Bloggermumofthreeboys, und die für unsere Kids bestimmten Exemplare werden fluchs verteilt.

Der Kleinste in seinem Zimmer mit neustem Buch.
An gleicher Stelle bricht kurze Zeit später großes Pferde-Fieber aus. Alles Spielzeug, das mit Pferden zu tun hat, wird eiligst zusammengezogen
Och, jetzt wird die Begeisterung für Pferde wieder gegen die für Chamäleons getauscht. Aaaachtung…
… und schon fliegt ein Chamäleon vorbei, einfach so. Ich hoffe, es hat was gegen Reiseübelkeit dabei…

Ich tu so, als ob ich von dem Chaos im Kinderzimmer der Kleinsten noch nichts mitbekommen hätte. Sonst müsste ich ihn ja ermahnen, das wegzuräumen, womit er vorher gespielt hat. Doch einfach raus schauen auf den Balkon ist auch keine Lösung.

Die Balkon-Pflanzen haben zwei Wochen ohne uns nicht überlebt. Gerade die Fuchsien waren so schön, weil sie und immer an den Ring of Skelligs in Irland erinnern, wo sie entlang des Wegs wachsen.
Der Mittlere und der Kleine wollen vorm Schlafengehen noch etwas schauen bzw. streamen.

Dann geht’s ins Bett, und mir fällt auf, dass ich mit dem Größten heute so gut wie gar keinen Kontakt hatte. Der war glaube ich froh, nach zwei Wochen im Ferienhaus jetzt wieder alleine in seinem Zimmer sein zu können.

Sonntag, 26. Juli

Kurz bevor mein Wecker um neun klingelt, bemerke ich, wie unser Kleinste offenbar schon vor einiger Zeit unter meine Decke gekrochen sein muss.

Ich öffne die Augen uns sehe wuschelige Kleinkind-Löckchen

Anders als am Vortag bleibt der Kleinste diesmal und schläft sogar weiter, als ich aufstehe. Der Mittlere schafft es auch noch ganz knapp unter meine Decke, bevor ich das Bett verlasse.

Warum brauchen Ein-Meter-Männchen eigentlich immer ganze Zwei-Meter-Decken?

Ich bin um neun raus, weil ich heute Presbyter-Dienst in der „Kindergarten“-Kirche habe. Dorthin bin ich umgemeldet, eben weil unsere Jungs alle im wundervollen Kindergarten dieser Gemeinde sind zw. waren. Der Gottesdienst wird seit Corona gefilmt, vorher sieht es so aus:

Gesungen werden darf zur Zeit nicht. Einer der Pfarrer, ein Presbyter-Kollege und die Kirchenmusikerin machen dennoch instrumental ein wenig Stimmung, bevor gleich die wichtigsten Teile des Gottesdienstes auf Video aufgezeichnet werden.
Eine Botschaft der Kinder und Jugendlichen im Schwebebahn-Format an der Empore
Hier müssten die Kirchenbesuchen mit Abstand warten, würden sie denn so zahlreich kommen…

Zurück zuhause ist es unter Ferien-Gesichtspunkten immer noch Zeit für Frühstück. Der Älteste ist eh gerade erst aufgestanden und denkt, ich käme gerade aus dem Keller. Klar, dafür ziehe ich mir ein Hemd an – aber Hemds-Ärmeligkeit ist ein dehnbarer Begriff.

Wehmütig schaue ich auf den Kalender. Das war unser Sommerurlaub. Jetzt dauert es wieder ein Jahr. Buäh!!!

Und dann heißt es same procedure as every day…

Und täglich grüßt das Murmeltier: Pannekoeken mit Hagelslag, zur besten Früh-Mittagszeit.
Und hier der Serviervorschlag nochmal etwas näher. Ihr glaubt gar nicht, wieviele Stunden ich brauche, um diese Reißverschluss-Komposition auf dem Teller hinzubekommen! Ach, wer redet denn da von Stunden. Tage! Ach Quatsch, Wochen! Oder Monate? Vielleicht sind’s auch Jahre…

Ich gebe zu: Ich habe da so einen kleinen Spleen, von wegen „keine Luft im Kofferraum transportieren“. Also hat bloggermumofthreeboys die Reste aus den großen, eckigen, und mittlerweile zu Dreiviertel nur noch mit Luft gefüllten Hagelslag-Packungen in ein Glas gefüllt, in dem wir auf der Hinfahrt etwas transportiert haben, was im Urlaub aufgebraucht wurde. Toll! Ich würde mal sagen, meine Frau könnte auch in der Logistik-Branche arbeiten.

Vielleicht schätzt Bloggermumofthreeboys auch einfach meinen süßen, kleinen Spleen?

Wieder beteiligt sich der Älteste nicht am selbstverständlich total stressfreien Pfannkuchen-Mittagssnack. Wo steckt er denn nur?

Der Plan des Ältesten: Die Ritterburg soll ins Zimmer des Mittleren. Dann nervt der nicht mehr wegen irgendwelcher Ritter-Teile. Doof nur, wenn man unter der Burg so viel lang gesuchtes, anderes Spielzeug findet.

Hach, irgendwie bin ich jetzt entspannt, nach dem Urlaub ist alles wie immer. Die Kinderzimmer der Jungs sind aufgeräumt wie eh und je und es regnet Hagelslag. Darauf einen Toast!

Ist er nicht immer noch bildschön, unser neuer Toaster?

Ich bin gespannt, was die letzten beiden Ferien-Wochenenden so bringen.

3 Gedanken zu „Ganz entspannt gestresst: Das WiB vom 25./26. Juli“

  1. Wir haben auch Hagelslag transportiert und zwar letzten Samstag, da war es noch nicht so voll in den Niederlanden, aber man sah es kommen und wir waren zB extra nicht in Amsterdam, muss nicht sein

    1. Amsterdam haben wir letztes Jahr mal ausprobiert. Ich glaube es ist das Parade-Beispiel für Over-Tourism. Aber interessant, dass ihr es auch habt kommen sehen. Ich glaube, wer jetzt gerade Urlaub gemacht hat oder noch eine Woche hat, hatte ein gutes Timing. Ich drücke alle denen ganz fest die Daumen, die noch Ferien bekommen bzw. erst noch in den Urlaub aufbrechen…

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