Ferien von den “Ferien” – und mein ganz eigenes Ferien-Ende

Papablogger

Heute ist in NRW das erste Ferien-Wochenende. Und ich habe das Gefühl, dass eine ganze Menge von uns abfällt. Gerade die letzten drei Wochen waren voller Anspannung. Denn bis zum Beginn des eingeschränkten Regelunterrichts an den Grundschulen vor vierzehn Tagen hatten wir es quasi selbst in der Hand. Das hat uns beruhigt.

Meine Frau gehört nämlich mit einer chronischen Erkrankung zur Risikogruppe, und so war der Mittlere vom zuvor bereits ein Mal pro Woche stattfindenden Präsenzunterricht befreit. Beim Ältesten haben wir seine Entscheidung, zum Präsenzunterricht zu gehen, dagegen unterstützt. Hier war das Wiederaufnahme-Konzept des Unterrichts in noch kleineren Gruppen allerdings auch einen Tick überzeugender. 

Gefühlter Alltag für die Kinder

Spätestens mit dem Wunsch des Kleinsten, zur Öffnung des Kindergartens für alle am 8. Juni wieder hingehen zu dürfen, war uns klar, dass wir unsere Kinder vor den Ferien doch wieder „in das das draußen“ schicken müssen. Hinzu kam die Vermutung, dass mit dem Zurück zur Grundschul-Normalität die Kapazitäten unserer wirklich sehr engagierten Lehrerin für die in Homeschool verbliebenen Kinder nicht mehr ausreichen würden. Also haben wir unseren Mittleren die letzten beiden Wochen Unterricht – wohlgemerkt 3 Stunden am Tag – unter seinen Mitschülern in der Klasse mitnehmen zu lassen. 

Ferien-Geschenk
Letzter Kindergartentag vor den Ferien

Homeschool tat gut!

Ihre mögt es kaum glauben, wir selbst hatten es uns vorher aber schon gedacht: die Zeit der Homeschool hat uns gut getan! Jedes unserer Kids und wir Eltern folgten unserem Bio-Rhythmus und waren über den Tag irgendwie ausgeglichener. Ich als Vater, der sonst zuhause einfach oft „raus“ ist, hatte tatsächlich viel Quality-Time mit jedem einzelnen meiner Jungs. Ich gebe zu: sie hatten aber auch echt eine tolle Home-School Lehrerin, und das in Personalunion mit einer perfekten Daily-Life Managerin für uns alle vier Männer! Jetzt, wo endlich Ferien von den „Corona-Ferien“ sind, heißt es Daumen drücken, dass wir uns auf dem letzten Metern nichts eingefangen haben.

Ferien
Familienzeit im Garten in den Ferien

Die Chancen stehen Fifty-Fifty

Oh Mann, wer hätte gedacht, dass ich meinen ersten Blogbeitrag unter dem Eindruck des Corona-Virus schreibe. Ich bin selbst gespannt, wie es weitergeht. Bei allem, worüber ich vorhabe zu schreiben, stehen die Chancen Fifty-Fifty, dass es dann auch noch so ist, wie ich es kenne. Vor drei Monaten haben ich als Selbstständiger meine letzte Rechnung gestellt. Alle geplanten Aufträge seit April – und die sollten bis weit über den Sommer reichen – wurden seither gecancelt.

mein Zuhause-Büro
mein Arbeitsplatz im Wohnzimmer

Werde ich demnächst also über die Vorzüge und Nachteile meiner selbstgewählten Unabhängigkeit vs. meiner ehemals „abhängigen“ Sicherheit schreiben, oder etwa über eine ganz neue Erfahrung? Kehrt nach den Sommerferien der Alltags-Orga-Wahnsinn bei drei Kindern und vielen Jobs wieder ein, oder heißt es Back-to-Homeschool und Corona-Blues? Wir wissen es nicht. Doch ich bin gespannt, wie es in den Köpfen unserer Kinder in Erinnerung bleibt. Darüber werde ich sicher eines Tages schreiben, denn sicher ist: mein nun schon seit 10 Jahren überfälliges Ferien-Ende vom Familien-bloggen fällt auch auf dieses Wochenende – finally…

2 Gedanken zu „Ferien von den “Ferien” – und mein ganz eigenes Ferien-Ende“

  1. Ich glaube von Normalität werden wir noch eine ganze Weile nicht sprechen können. Wie sagte neulich jemand zu mir, der Pandemie-Beauftragter ist: Corona wird nun ein Teil unseres Lebens sein. Wir werden uns halt nach und nach anpassen und ich denke so manches wird uns sicher noch eine Weile begleiten und beschäftigen.

    Homeschooling lief so naja bei uns. Allerdings war bei uns auch kaum was gut durchorganisiert. Es änderte sich ständig und bestand eigentlich nur aus einem großen Haufen Papier. Schön, dass es für euch eigentlich sogar eher etwas Positives war.

    Ansonsten: Ein schöner Einstieg! Ich bin gespannt auf mehr 🙂

    Liebe Grüße aus Berlin

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