Urlaub in Corona-Zeiten: alles anders oder echt easy?

Seit Mitte März schien es für die meisten von uns klar zu sein: Der Sommerurlaub würde so, wie geplant, nicht stattfinden. Die Lager gingen dabei sicher auseinander. Vielleicht auch bei uns. So hat meine Frau bis zur Abfahrt stets auf die Rest-Unsicherheit verwiesen, dass es jederzeit wieder in einen Lockdown gehen könnte. Ich dagegen hatte seit Ende März auf die Hoffnung gesetzt, dass Corona bis zum Sommer „durch“ sein würde.

Unser Ferienhaus hat einen separaten Zugang neben dem Haupt-Haus. Abstand halten ist kein Problem.

Wie schon die letzten fünf Jahre haben wir auch dieses Jahr „unser“ Ferienhaus gebucht. Es liegt in Zoutelande in Zeeland, dem Südwest-Zipfel der Niederlande. Festgemacht hatten wir die Unterkunft schon während des Urlaubs im letzten Jahr. Dabei waren die Bedenken meiner Frau bis zum Schluss mehr als berechtigt.

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Papa in der Corona-Zeit – neue Rolle oder alte Muster?

Hoppla, ich habe den Lockdown verpasst! Na, schön wär’s. Genauer müsste es heißen: Ich habe den Beginn des Lockdowns in Deutschland verpasst, um ziemlich genau eine Woche. Hätte die gebuchte Fluggesellschaft mitgespielt, hätte ich den Beginn nur um einen Tag verpasst. Aber irgendwie wollten die mich nicht mitnehmen.

Tag für Tag ging das so, fast eine Woche lang. Ich war auf einem anderen Kontinent, im zehntgrößten Land der Erde, in der fünftgrößten Stadt der Welt – und hatte nur einen kleinen Hotelfernseher, auf dem ich die Hauptnachrichten verfolgte. Im Auslands-Block in der Mitte der Sendung ein kurzer Beitrag über das Schließen allen öffentlichen Lebens bei uns. Mehr nicht. Denn jenseits des Atlantiks war Covid-19 Mitte März noch weit weg.

Blick aus dem Hotelzimmer, knapp 10.000 km von zuhause entfernt: Der Tag des Abflugs bricht an

Meine Frau hat immer recht!

Dass es ernst war, wusste ich spätestens seit einer Nachricht von meiner Frau. Der Älteste habe plötzlich Bauchweh. Die Perspektive, mich vielleicht nicht so schnell wiederzusehen, hat ihn gestresst. Was hatte ich nur angestellt! Meine Frau hatte mich schließlich drei Wochen zuvor noch vorm Auslands-Job gewarnt, angesichts der aufziehenden Pandemie. Aber Hallo, ich fliege doch nicht nach China, Südkorea oder in den Iran! Das Thema war für mich gegessen.

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Alles leer! Unser WiB 04./05.07.

Da war er wieder, der bedeutendste Tag im Jahr unseres fünft-wichtigsten Familienmitglieds. Und diesmal fiel er auf das erste Juli-Wochenende: MEIN GEBURTSTAG! Hihi, ob ich wohl artig war und etwas geschenkt bekomme? Ach nee, das war dieses andere Fest…

Alle Wochenenden in Bildern, kurz WiB findet ihr bei Grossekoepfe.

Samstag, 04. Juli

Ich bin kurz vor 8 wach. Als bis halb neun kein Kind reinkommt, stehe ich halt auf – es hätte mich ja jemand mit „Happy Birthday“ wecken können. Dann hätte ich mich schnell wieder schlafend gestellt.

Hhm, vielleicht hat ja jemand Frühstück für mich gemacht? Ich schleiche in die Küche…

Kaffeemaschine: leer! Mein Platz: leer! Blumenvase: auch LEER!!!

Der Mittlere steht um 9:45 Uhr auf. Er beschwert sich, wann ich sein Rollo repariere – sonst hätte er viel länger geschlafen. Er will doch auch mal den Schoko-Riegel für den spätesten Aufstehen gewinnen!

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Auch Corona-Eltern? Nee, Orangen-Presse!

Bei uns im Obst-Fach gehen die Orangen aus. Das war nicht immer so. Zumindest nicht, solange ich im Corona-Zeitalter zurückdenken kann. Und ich habe das Gefühl, dass das „vor“ und „nach“ Corona in meinem Leben zur Zeit ungefähr gleich lang sind…

Boah, das war jetzt aber ganz schön über-dramatisiert. Natürlich weiß ich, dass meine paar ’n dreißig Jahre vor Ausbruch von Covid-19 länger waren als dreieinhalb Monate Corona-Lockdown in Deutschland. Jetzt aber bitte kein „Waaas, so alt ist der Typ schon?“ (falls doch: Danke, sehr schmeichelhaft!). Sondern vielleicht eher ein „Aber war das nicht mega-schlimm zuhause mit drei Kids?“. Heute gibt es von mir darauf zumindest ein „Nein“!

Pech im Job, Glück in der Familie?

Eigentlich hätte ich meine Familie bis Mitte Juli so gut wie nicht sehen sollen. Seit Dezember stand fest, dass ich bis Ende Mai als Producer in einem neuen TV-Format nur nachts zum Schlafen nach hause kommen würde. Das übrigens auch am Wochenende und an den Feiertagen. Dazwischen bin ich noch auf eine andere Produktion nach Mexiko geflogen. Und der Anschluss-Auftrag bis Juli klopfte schon an.

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#30am30 – 30 schöne Dinge im Juni

Mal schauen, ob einige Dinge im Juni bei mir genauso schön waren wie bei bloggermumofthreeboys 😉 Hier sind meine 30 schönen Dinge im Juni, weitere 30, 60, 90, 120, 150, usw. findet ihr bei Großekoepfe

1. der Juni startet mit einem Feiertag – perfekt!

2. der Bratschen-Unterricht des Größten findet erstmals wieder statt

3. mein weekly Video-Call mit „Kollegen“ in Holland wird sehr lustig, alle tragen blau
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Magic Monday: schniefen, schnaufen, und öh… schnödes Schäumen!

Aha, da ist er also, der erste offizielle Tag der Sommerferien. Einziges Problem dabei: Er fühlt sich nicht wie Sommer an! Geweckt werde ich wie immer vom Kleinsten, diesmal um irgendwas mit 7 Uhr. Wow, wir arbeiten uns voran, vor drei Tagen stand da noch eine 5 am Anfang. Er krabbelt also unter meine Decke. Würde draußen nicht ein richtiges Unwetter toben, läge er wahrscheinlich noch im eigenen Bett. Ja, richtig, es donnert und schüttet, und es kalt bei uns. Donner und Regen ziehen weiter, und die Kälte – man mag es kaum glauben – lässt sich durch Fensterschließen (!) abstellen. Ich bin ein Genie.

Ferien-Schnupfen

Nach dieser Feststellung könnte ich eigentlich wie ein Superheld in die neue Woche starten. Doch ehe ich mich versehe, tappst der Mittlere heran. Der klingt heute morgen genau so verschnupft wie sein kleiner Bruder seit gestern. Ich rechne schon mal im Kopf durch, wann ich also den Schnupfen bekomme. Pro 3 Jahre Altersabstand genau einen Tag später macht bei mir… Nix da, ich gebe doch jetzt keinen Hinweis auf mein Alter und verrate, dass es mich rechnerisch 12 Tage später treffen würde! … Mist, jetzt habe ich es doch gemacht.

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Große Ferien, k(l)eine Pläne: Unser WiB 27./28.06.

Das erste Wochenende der Sommerferien in NRW war bei uns herrlich planlos – also im positiven Sinne. Wir hatten keine Pläne für das Wochenende und haben in den Tag hineingelebt. Umso mehr freut man sich dann über spontane Minimal-Ziele, wie z.B. doch noch ein ordentliches Grillen am Samstag Abend hinzubekommen, oder die langersehnte eigene Bratsche des Ältesten kurzfristig abzuholen. Puh, reicht dann auch…

Alle Wochenenden in Bildern, kurz #WiB findet ihr bei Grosseköpfe

Samstag, 27. Juni

Unser Kleinster weckt mich das erste mal um kurz nach 6. Dabei hatte ich beim ins Bett bringen extra noch gesagt, es solle morgen schööön ausschlafen. Gähn…

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Ferien von den „Ferien“ – und mein ganz eigenes Ferien-Ende

Heute ist in NRW das erste Ferien-Wochenende. Und ich habe das Gefühl, dass eine ganze Menge von uns abfällt. Gerade die letzten drei Wochen waren voller Anspannung. Denn bis zum Beginn des eingeschränkten Regelunterrichts an den Grundschulen vor vierzehn Tagen hatten wir es quasi selbst in der Hand. Das hat uns beruhigt.

Meine Frau gehört nämlich mit einer chronischen Erkrankung zur Risikogruppe, und so war der Mittlere vom zuvor bereits ein Mal pro Woche stattfindenden Präsenzunterricht befreit. Beim Ältesten haben wir seine Entscheidung, zum Präsenzunterricht zu gehen, dagegen unterstützt. Hier war das Wiederaufnahme-Konzept des Unterrichts in noch kleineren Gruppen allerdings auch einen Tick überzeugender. 

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